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In Frankreich

1910 veröffentlicht er unter dem Pseudonym Ernst Ludwig Grombeck den Kriminalroman Die indischen Opale. Von 1911 bis 1918 wirkt er bei der Zeitschrift Franz Pfemferts "Die Aktion" mit. Im November 1912 zieht er nach Paris um, wo er mit Carl Einstein, Mitarbeiter der Zeitschrift "Der Demokrat", in der Rue de Veaugirard in einem kleinen Hotel wohnt. Max Cahén berichtet: “Sie wohnten beide in einem kleinen Hotel unweit St.Sulpice und bezeichneten sich selbst als Klub der Neupythagoräer.“ (Vgl. Max Cahén Der Weg nach Versailles. Erinnerungen 1912-1919. S.16-17 ). Der Name des Klubs unterstreicht, wie zu dieser Zeit Einsteins und Rubiners Denken um mystische Kabbala kreiste. In Paris vermittelt er zwischen der deutschen und französischen Literatur: er schreibt regelmäßig für die Zeitschriften "Die Schaubühne", "März" und "Die Aktion" Artikel über die wichtigsten französischen Ereignisse der Zeit, die er direkt bei seinen Besuchen des Künstlerlokals Café du Dôme erleben kann. Dieses Lokal ist in der Tat der Treffpunkt aller deutschen Künstler, die mit dem modernen Frankreich verbunden sind. (Vgl. Emil Szittya, Das Kuriositäten-Kabinett. S. 106).

Rubiner und Chagall

In Fleury, der Künstlerkolonie, die vom holländischen Maler Kees van Dongen gegründet wird und von Otto van Rees, Blaise Cendrars und Otto Freundlich besucht wird, lernt Rubiner Marc Chagall kennen. Marc Chagall stellt seine Bilder in der ersten deutschen Herbsthalle Waldens aus, und seither schließt Rubiner mit ihm eine wichtige Freundschaft, die durch häufige Briefwechsel verstärkt wird, und tritt für ihn ein, wenn Walden seine Bilder nicht bestellen will.

Aus Marc Chagall – Mein Leben - Übersetzung aus dem Französischen von Lothar Klünner, Verlag Gerd Hatje, Stuttgart, 1959, S.171:

„Mir kommt eine Idee: Wenn ich den Dichter Demian Bedni besuchte, den Freund Lenins, der politische Satiren schrieb und gleichfalls im Kreml wohnt? Mit ihm hatte ich während des Krieges im Militär-Komitee gemeinsam Dienst gemacht. Ich will ihn um seine Fürsprache und um die von Lunatscharski bitten, dass man mich nach Paris zurückkehren lässt. Ich habe genug davon, Lehrer, Direktor zu sein. Ich will meine Bilder malen. Alle meine Vorkriegsbilder sind in Berlin geblieben und in Paris, wo, voll Skizzen und unfertigen Bildern, mein Atelier auf mich wartet. Aus Deutschland hat mir mein guter Freund, der Dichter Rubiner, geschrieben: „Lebst du noch? Man behauptet, dass du im Krieg gefallen wärst. Weißt du, dass du hier berühmt bist? Deine Bilder haben den Expressionismus begründet. Sie werden sehr teuer gehandelt. Doch rechne nicht auf das Geld, das dir Walden schuldet. Er wird dir nichts zahlen, denn er behauptet, der Ruhm sei für dich genug.“

Frida Ichak Rubiner hat die erste Monographie über Chagall von A.Efross und J.Tugendhold des Jahres 1918 aus dem Russischen ins Deutsche übersetzt.

In Francia

Nel 1910 Rubiner pubblica sotto lo pseudonimo Ernst Ludwig Grombeck il romanzo poliziesco Die indischen Opale. Nel 1911 inizia la collaborazione con la rivista di Franz Pfemfert "Die Aktion" che si protrae fino al 1918. Nel novembre 1912 Rubiner si trasferisce a Parigi dove risiede con Carl Einstein in Rue de Veaugirard in un piccolo albergo non lontano da St. Sulpice. Max Cahén riferisce: ”Abitavano in un piccolo albergo non lontano da St.Sulpice e si definivano club dei neopitagorici.” (Cfr. Max Cahén Der Weg nach Versailles. Erinnerungen 1912-1919 ). Il soggiorno nella capitale francese impegna Rubiner in un’intensa attività di mediatore. Scrive regolarmente per le riviste “Die Schaubühne”, “März” e “Die “Aktion” articoli sugli avvenimenti culturali francesi più in vista del momento, vissuti direttamente frequentando il locale artistico Café du Dôme, punto d’incontro di ogni artista tedesco legato alla Francia moderna (Cfr. Emil Szittya, Das Kuriositäten-Kabinett).

Rubiner e Chagall

A Fleury nella colonia artistica fondata dal pittore olandese Kees van Dongen e frequentata da Otto van Rees, Blaise Cendrars e Otto Freundlich, Rubiner conosce Marc Chagall che nel 1913 espone i propri quadri al primo salone autunnale tedesco di Walden. Con Chagall stringe da allora un‘importante amicizia rafforzata da frequenti scambi epistolari e non tarda a prendere le difese del pittore quando Walden rifiuta di commissionare i suoi dipinti.

Da Marc Chagall – La mia vita – traduzione dal tedesco:

“Ho un’idea: Se recassi visita al poeta Demian Bedni, l’amico di Lenin, che scriveva satire politiche e che abita anche lui al Cremlino? Abbiamo prestato insieme servizio durante la guerra nel comitato militare. Voglio chiedergli la sua intercessione e che interceda per me con Lunatscharski per farmi ritornare a Parigi. Ne ho abbastanza di essere insegnante, direttore. Voglio dipingere i miei quadri. Tutti i quadri che ho dipinto prima della guerra sono rimasti a Berlino e a Parigi dove mi attende il mio atelier, pieno di schizzi e di dipinti ancora da finire. Dalla Germania mi ha scritto il mio buon amico, il poeta Rubiner: “Sei ancora vivo? Si dice che tu sia caduto in guerra. Sai che qui sei famoso? I tuoi quadri hanno fondato l’espressionismo. Hanno un alto valore di mercato. Ma non contare sui soldi che Walden ti deve. Non ti pagherà niente perché è convinto che la fama per te sia sufficiente.”

Frida Ichak Rubiner ha tradotto dal russo in tedesco la prima monografia su Chagall di A.Efross e J.Tugendhold del 1918.

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